Organische Leuchtdioden (OLEDs)

Kohlenstoffbasierte Lichtquellen

Organische Leuchtdioden (engl. organic light emitting diodes (OLEDs)) gelten als wegweisender Ansatz zur Herstellung großflächiger, diffuser Lichtquellen. OLEDs bestehen aus einer Abfolge organischer, halbleitender Schichten und finden bereits heute in kleineren Displays und Fernsehern Verwendung. Aufgrund ihrer vielen Vorzüge (z.B. sehr hoher Kontrast) wird eine zunehmende Verbreitung dieser optischen Technologie erwartet.

OLED

Organische Tiefenprofilierung

Tiefenprofilierung organischer Multischichtsysteme

Für zukünftige Entwicklungen OLED basierter Leuchtsysteme ist eine analytische Unterstützung u.a. bei der Klärung folgender Fragen notwendig:

  • Strukturaufklärung in Forschung und Entwicklung
  • Patentfragen (Identifikation der eingesetzten organischen Moleküle)
  • Einfluß von Betriebsparametern (Betriebszeit, Effekt von Temperatur, Feuchtigkeit und Sauerstoff, ...)
  • Fehleranalytik (z.B. verkürzte Lebensdauer)

Bis vor wenigen Jahren konnten Schichtabfolgen mit der ToF-SIMS Tiefenprofilierung meist nur für anorganische Bestandteile erfasst werden. Erst durch die Einführung einer Probenerosion mit großen Clusterionen (z.B. Ar1000+) wurde die auch organische Tiefenprofilierung genannte Analyse organischer Schichtsysteme anhand charakteristischer Moleküle möglich. Obiges Beispiel zeigt die Möglichkeiten der organischen Tiefenprofilierung am Beispiel einer OLED Teststruktur. Bei dieser Analyse wurden alle gelisteten Substanzen anhand ihrer Molekülionen (z.B. NPD: C44H33N2+ ) nachgewiesen. Somit bietet der Einsatz von Clusterprojektilen zur Tiefenprofilierung die Möglichkeit, molekulare Schichtabfolgen detailliert zu charakterisieren.

Weitere Anwendungen dieser Analysemethodik finden sich etwa bei der Charakterisierung dünner Polymerlaminate oder auch bei der in-situ Reinigung organisch kontaminierter Oberflächen (z.B. Lacke).

 

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