Pharma

... und hoffentlich alles schön gleichmäßig verteilt

Im Bereich der pharmazeutischen und medizintechnischen Forschung und Entwicklung finden sich sehr viele Fragestellungen, die einen Einsatz oberflächenanalytischer Methoden erfordern. Beispiele wären Rückstände in Ampullen, Partikel und Verfärbungen von Blisterverpackungen, Rückstände von Reinigungsmitteln in Kanülen, Wirkstoffverteilungen auf Stents und Implantaten und viele mehr. Das folgende Beipspiel beschreibt Analysen zur Lokalisierung eines Wirkstoffs (engl.: active pharmaceutical ingredient, API) in einem Tablettenquerschnitt.

Tabletten mit Wirkstoff

Wirkstoffverteilung in Tabletten

Bildgebende Darstellung der Verteilung der Inhaltsstoffe

Tabletten enthalten neben den pharmazeutisch aktiven Wirkstoffen oft auch eine Reihe von Hilfsstoffen. Die Verteilung der Arznei und der Zusatzstoffe in der Tablette ist entscheidend für deren Wirksamkeit. Eine hervorragende Möglichkeit, diese Verteilung zu untersuchen, bietet die Analyse von Tablettenquerschnitten mittels ToF-SIMS Imaging.

Im vorliegenden Fall wurde eine Ibuprofen-haltige Tablette in Epoxidharz eingebettet und mit einem Mikrotom geschnitten. Der Querschnitt wurde anschließend hinsichtlich seiner chemischen Zusammensetzung analysiert. Die Resultate zeigen, dass neben dem Wirkstoff auch verschiedene andere Inhaltsstoffe nachgewiesen werden konnten. Die Zuckerkomponente 1 bildet eine Matrix für diese Bestandteile. Das Ibuprofen liegt darin in Agglomeraten mit Größen zwischen 50 und 100 µm vor. Die 2. Zuckerkomponente agglomeriert zu Korngrößen zwischen 50 und 75 µm. Die ebenfalls detektierten Fettsäurereste verteilen sich relativ homogen auf der Querschnittsfläche. Die feine Verteilung Si-haltigen Materials deutet auf den Einsatz eines Hilfsstoffs zur Verbesserung der Fließeigenschaften hin.

 

 

 

 

 

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