Tensidrückstände

Der Erfolg einer Reinigung wird nicht nur von der Art der zu entfernenden Kontaminationen bestimmt. Auch die Wahl des Tensids, die Häufigkeit der Wasser- oder der Bürstenwechsel sind von wesentlicher Bedeutung. Oft vernachlässigt wird auch die Qualität des abschließenden Klarspülens. Es entscheidet u.a. über den Verbleib von Tensiden auf Oberflächen, die ihrerseits zu Haftungsproblemen führen können.Rückstände eines Tensids auf einer Metalloberfläche
Beispiel: Trotz einer aufwendigen Entfettung und einer nachfolgenden Plasmareinigung kam es auf einer Nickeloberfläche zu Haftungsproblemen. Zur Klärung dieser Problematik wurde mittels ToF-SIMS die laterale Verteilung der nachgewiesenen Substanzen untersucht. Die Analysen ergaben, dass auf der Oberfläche des gereinigten Metalls Dodecylbenzolsulfonsäure (DDBS) nachgewiesen werden konnte. Diese Substanz wurde als Bestandteil des verwendeten Waschzusatzes identifiziert und war aufgrund eines unzulänglichen Klarspülens nicht vollständig von der Metalloberfläche entfernt worden. Auch eine nachfolgende Plasmareinigung führte nicht zu einer vollständigen Entfernung der DDBS-Schichten, so dass die Tensidreste ein Haftungsversagen im nächsten Produktionsschritt auslösten. Basierend auf diesen Analyseresultaten konnte die Endreinigung der Ni-Bleche verbessert und die Ausfallquote aufgrund von Haftungsproblemen erheblich reduziert werden.

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