Optisches Bild eines Kraters in Lack

Lackkrater

Die moderne Autoserienlackierung hat vielfältige Aufgaben. Der mehrschichtige Aufbau von kathodischer Tauchlackierung (KTL), Füller, Basislack und Klarlack schützt die Karrosserie vor Korrosion und hält über Jahre den Belastungen durch Witterung, Steinschlag, Winterstreusalz und Waschanlagen stand. Lackkrater gefährden diesen Schutz, beeinträchten die optische Qualität der Oberfläche und bedeuten einen enormen betriebswirtschaftlichen Schaden.

Fluorhaltiger Kohlenwasserstoff als Verursacher einer BenetzungsstörungUm die Entstehung weiterer Lackkrater in der Produktion zu verhindern, ist es erforderlich, deren Ursachen im Einzelfall zu kennen. Die Methode ToF-SIMS ermöglicht, geringste Substanzmengen auf Flächen mit weniger als 100 µm Durchmesser zu identifizieren. Im dargestellten Beispiel zeigt die Farbschicht viele deutliche Krater unterschiedlicher Größe dicht beeinander. In den Kratern werden fluorhaltige Kohlenwasserstoffe mit hoher Intensität nachgewiesen. Durch Vergleichsuntersuchungen konnten diese einem Hochleistungsschmierstoff auf Basis eines perflourierten Polyethers zugeordnet werden, der in der Produkionsanlage zur Schmierung der Förderanlagen eingesetzt wird.

Weitere Lackstörungen können durch Einschlüsse von Partikeln und Fasern aber auch durch Blasenbildung ("Kocher") entstehen. In Abhängigkeit vom jeweiligen Fehlerbild können die Ursachen durch geeignete analytische Methoden wie Lichtmikroskopie, InfrarotspektroskopieREM-EDX oder ToF-SIMS aufgeklärt werden.

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