Identifizierung von Polymeradditiven

Bei der Herstellung von Kunststoffen werden dem Ausgangspolymer (z.B. Polyethylen (PE)) Zusatzstoffe (Additive) beigemischt, um die chemischen und physikalischen Eigenschaften (z.B. Schlagfestigkeit, Licht- und UV-Beständigkeit, Farbe, ...) des Produkts gezielt einstellen zu können. Typische Rezepturen enthalten oft bis zu zehn Additive mit Konzentrationen zwischen 100 ppm bis hin zu einigen Gewichtsprozent. Unverträglichkeiten einzelner Additive untereinander oder mit dem Basispolymer können die Charakteristik eines Kunststoffs allerdings empfindlich verändern. Zur Klärung solcher Effekte stehen verschiedene Methoden (z.B.  GCMS, HPLC, IR, XPS, MALDI) zur Verfügung. Nachweis von Additiven an Kunststoffoberflächen
Exemplarisch wird hier ein Sekundärionenspektrum gezeigt, das mit Hilfe des ToF-SIMS Verfahren erstellt wurde. Diese Technik erlaubt ein schnelles, empfindliches und lokalisiertes Screening der molekularen Zusammensetzung einer Oberfläche, deren Beschaffenheit Eigenschaften wie Adhäsion oder Korrosionsbeständigkeit bestimmt. Wie man erkennt, sind Molekülionen der Additive Tinuvin 770, Irganox 565 und Cyanox 1790 eindeutig nachweisbar. Die Identifizierung dieser Substanzen wird durch den Einsatz einer in der tascon GmbH entwickelten Datenbanksoftware wesentlich erleichtert.

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