Detail eines IR-Spektrums

Infrarotspektroskopie

Die Infrarot-Spektroskopie wird meist zur Charakterisierung organischer Moleküle verwendet, kann aber auch im anorganischen Bereich Anwendung finden. Hierbei macht man sich zu Nutze, dass Infrarotstrahlung molekulare Strukturen zu verschiedenartigen Schwingbewegungen anregen kann. Diese Anregung führt zur Absorption charakteristischer Teilbereiche (Banden) des eingestrahlten Infrarotlichts, so dass anhand des resultierenden Spektrums eine Identifizierung und unter Verwendung von Standards auch eine Quantifizierung mit Nachweisgrenzen zwischen 0.1 und 1% möglich ist.

Moderne Fourier-Transformations-Infrarotspektrometer (FTIR) bestrahlen die Probe breitbandig mit Infrarotstrahlung im Wellenlängenbereich von 2 bis 50 µm und erlauben Analysen mit hoher zeitlicher Auflösung und gutem Signal/Rausch-Verhältnis. Als Messsignal dient das transmittierte oder bei IR undurchlässigen Proben das mittels eines ATR-Kristalls reflektierte Infrarotlicht. Die Informationstiefe liegt zwischen 3 und 0,1 µm. Die Lateralauflösung bei ca. 0,1 bis 1 mm. Die Anforderungen an die Proben sind gering, da das Verfahren unter atmosphärischen Bedingungen arbeitet. Anorganische und organische Materialien können als Feststoff (glatt oder pulvrig), gasförmig oder in flüssiger Form analysiert werden.

Synonyme

  • Infrared Spectroscopy (IR)
  • ATR-FTIR (Attenuated Total Reflection Fourier Transform Infrared Spectroscopy)

Applikationsbeispiele