Schichtenthaftungen

Zur Klärung von Schichtenthaftungen werden oberflächenanalytische Methoden regelmäßig eingesetzt. Im folgenden Beispiel zeigte eine zweikomponentige, metallische Beschichtung zu geringe Haftung zum unterliegenden Substrat. Durch einen Querschliff eines in Epoxidharz eingebetteten Probenstücks konnte die Grenzfläche zum Substrat freigelegt und mit Hilfe einer ToF-SIMS Analyse Fettsäurereste als Ursache für das Haftungsversagen identifiziert werden. Mit diesem Wissen wurde nachfolgend die Substratvorreinigung überprüft und zielgerichtet verbessert.

Komponente A 
Fette als Ursache des Abplatzens metallischer Beschichtungen
Fettsäurreste 
Komponente B 

Statt des hier genutzten Querschleifens werden in Fällen ausgeprägter Enthaftung meist weniger aufwendige Methoden zur Präparation eingesetzt. So können mit Hilfe eines Klebebandes und eines Gitterschnitts oder auch durch einfaches mechanisches Abhebeln mit einer Skalpellklinge Schichten enthaftet werden. Anschließend wird die Rückseite der enthafteten Beschichtung sowie die freigelegte Oberfläche des Substrats chemisch charakterisiert, um eventuell vorhandene haftungsvermindernde Substanzen (z.B. Mineralöle, Polysiloxane, etc.) nachzuweisen.